Kurz erklärt

Bei COPD (chronisch verengte Atemwege) ist die Lunge dauerhaft geschädigt. Bei Asthma verengen sich die Atemwege immer wieder für eine gewisse Zeit. Beides kann zu Atemnot führen, besonders bei Anstrengung. Training unter Anleitung gehört bei COPD in jedem Stadium zur Behandlung.

Was Bewegung bewirkt

  • Training stärkt Muskeln und Ausdauer. So fällt dieselbe Arbeit im Alltag leichter.
  • Atemtechniken wie die Lippenbremse helfen, bei Atemnot ruhiger zu werden.
  • Etwas Atemnot beim Training ist erlaubt. Wichtig ist, sie mit Pausen und Atemtechnik zu steuern.

Was im Rehasport passiert

Im Lungensport werden Atemübungen, Ausdauer und Kräftigung verbunden. Geübt wird die Lippenbremse: durch die Nase einatmen und langsam gegen locker aufeinanderliegende Lippen ausatmen. Dazu kommen Haltungen, die das Atmen erleichtern, etwa vorgebeugt sitzen mit den Unterarmen auf den Oberschenkeln. Die Luft wird nie angehalten oder gepresst.

Gut zu wissen im Alltag

  • Das eigene Notfallspray immer zur Stunde mitbringen.
  • Lippenbremse und atemerleichternde Haltung auch zu Hause üben, dann sitzen sie, wenn es darauf ankommt.
  • Länger aus- als einatmen: So kann die Luft wieder ganz aus der Lunge strömen.

Wann ärztlich abklären?

Wenn die Atemnot stärker ist als sonst oder sich mit dem Notfallspray nicht bessert: sofort ärztliche Hilfe holen, im Notfall den Notruf 112 wählen. Auch wenn die Belastbarkeit über Tage spürbar nachlässt.

Zum Mitmachen

Übungen aus dem Rehasport für zu Hause, mit Bild und Anleitung. Nur Übungen machen, die in der Gruppe schon gelernt wurden.

Grundlage: Ausbildung und Fortbildung im Rehasport, aktuelle Leitlinien und Empfehlungen von Fachgesellschaften, in eigenen Worten zusammengefasst. Stand: Oktober 2026.

Allgemeine Informationen, ersetzen keine ärztliche Beratung. Wir sind Trainerinnen und Trainer, keine Ärztinnen und Ärzte: Untersuchung, Diagnose und Behandlung gehören in ärztliche Hände.

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