Kurz erklärt

Bei Diabetes Typ 2 ist der Zucker im Blut dauerhaft zu hoch. Der Körper bildet zwar Insulin, kann es aber nicht mehr gut nutzen. Auf Dauer kann das Gefäße, Nerven, Augen und Nieren schädigen. Bewegung ist neben Ernährung und Medikamenten ein fester Baustein der Behandlung.

Was Bewegung bewirkt

  • Arbeitende Muskeln nehmen Zucker aus dem Blut auf. So kann Bewegung den Blutzucker senken.
  • Ausdauer und Kraft zusammen wirken am besten auf den Langzeitzucker.
  • Fußgymnastik hält die Füße beweglich und gut durchblutet.

Was im Rehasport passiert

Zur Stunde gehören Ausdauer, Kräftigung und Fußgymnastik, die meist im Sitzen gemacht wird. Geübt wird mit sauberen Socken, barfuß wird nicht trainiert. Bei Nervenschäden an den Füßen gibt es keine Sprünge und keinen wackligen Untergrund ohne Halt. Traubenzucker liegt immer griffbereit.

Gut zu wissen im Alltag

  • Die Füße täglich anschauen, damit Rötungen, Druckstellen oder kleine Wunden früh auffallen.
  • Traubenzucker dabeihaben. Unterzucker ist auch noch Stunden nach dem Sport möglich, vor allem bei Insulin.
  • Langes Sitzen öfter unterbrechen, etwa jede halbe Stunde kurz aufstehen.

Wann ärztlich abklären?

Bei Wunden, Druckstellen oder Entzündungen an den Füßen, bei häufigen Unterzuckerungen oder wenn die Blutzuckerwerte aus dem Ruder laufen. Bei Bewusstseinsstörung sofort den Notruf 112 wählen.

Zum Mitmachen

Übungen aus dem Rehasport für zu Hause, mit Bild und Anleitung. Nur Übungen machen, die in der Gruppe schon gelernt wurden.

Diese Muskeln arbeiten mit

Grundlage: Ausbildung und Fortbildung im Rehasport, aktuelle Leitlinien und Empfehlungen von Fachgesellschaften, in eigenen Worten zusammengefasst. Stand: Oktober 2026.

Allgemeine Informationen, ersetzen keine ärztliche Beratung. Wir sind Trainerinnen und Trainer, keine Ärztinnen und Ärzte: Untersuchung, Diagnose und Behandlung gehören in ärztliche Hände.

Alle Themen Zum Drucken anmelden