Kurz erklärt

Morbus Bechterew (Fachname: Spondylitis ankylosans) ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule und die Gelenke zwischen Kreuzbein und Becken betrifft. Ohne Behandlung kann die Wirbelsäule nach und nach steif werden. Regelmäßige Bewegung ist neben Medikamenten die wichtigste Behandlung.

Bewegi – Morbus Bechterew

Was ist das, woher kommt es?

  • Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Eine erbliche Veranlagung spielt eine große Rolle.
  • Die Erkrankung beginnt meist zwischen 15 und 35 Jahren, Männer sind häufiger betroffen.
  • Typisch sind tief sitzende Rückenschmerzen in der zweiten Nachthälfte und Steifigkeit am Morgen, die bei Bewegung besser werden. Die Beschwerden kommen oft in Schüben.

Was Bewegung bewirkt

  • Bewegung erhält die Beweglichkeit der Wirbelsäule.
  • Kräftige Rückenstrecker halten den Körper aufrecht.
  • Atemübungen halten den Brustkorb beweglich.

Was im Rehasport passiert

Wichtig sind Aufrichten, Strecken und Drehen der Wirbelsäule, die Kräftigung der aufrichtenden Muskeln, Dehnen und Atemübungen für den Brustkorb. Weil der Blick nach oben eingeschränkt sein kann, gehört auch Gleichgewicht dazu. In Rückenlage liegt der Kopf auf einem Kissen.

Gut zu wissen im Alltag

  • Jeden Tag etwas für die Beweglichkeit tun, auch an guten Tagen.
  • Auf eine aufrechte Haltung achten, auch beim Sitzen.
  • Schwimmen, besonders Rückenschwimmen, ist gut geeignet.

Wann ärztlich abklären?

Bei einem Schub mit starken Schmerzen, bei Augenentzündung oder wenn neue Gelenke anschwellen.

Zum Mitmachen

Übungen aus dem Rehasport für zu Hause, mit Bild und Anleitung. Nur Übungen machen, die in der Gruppe schon gelernt wurden.

Diese Muskeln arbeiten mit

Grundlage: Ausbildung im Rehasport (Orthopädie), aktuelle Leitlinien und Empfehlungen von Fachgesellschaften, in eigenen Worten zusammengefasst. Stand: Oktober 2026.

Passt zu den Themen

Allgemeine Informationen, ersetzen keine ärztliche Beratung. Wir sind Trainerinnen und Trainer, keine Ärztinnen und Ärzte: Untersuchung, Diagnose und Behandlung gehören in ärztliche Hände.

Alle Themen Zum Drucken anmelden