Kurz erklärt

Das Knie trägt bei jedem Schritt das Körpergewicht und wird von den Muskeln an Oberschenkel und Wade geführt. Häufige Gründe für Rehasport sind Arthrose (Verschleiß des Gelenkknorpels), ein künstliches Kniegelenk oder eine Verletzung von Meniskus oder Bändern. Knorpel hat keine eigenen Blutgefäße. Er wird über die Gelenkflüssigkeit versorgt, und dafür braucht er Bewegung.

Was Bewegung bewirkt

  • Kräftige Muskeln an Oberschenkel, Hüfte und Wade führen und entlasten das Knie.
  • Bei Arthrose steht angeleitete Bewegung in den Leitlinien an erster Stelle, noch vor Spritzen oder Operation.
  • Ein besseres Gefühl für Gelenk und Gleichgewicht macht den Gang sicherer.

Was im Rehasport passiert

In der Gruppe geht es um Kraft, Beweglichkeit und Koordination. Viele Übungen finden im Sitzen oder im Stand mit Halt statt, etwa Aufstehen vom Stuhl, das Knie gegen ein Band strecken oder das Gewicht verlagern. Die Übungsleitung achtet darauf, dass das Knie über dem Fuß bleibt und nicht nach innen kippt. Sprünge und tiefe Hocke gehören nicht dazu.

Gut zu wissen im Alltag

  • Leichte Beschwerden zu Beginn des Trainings sind bei Arthrose häufig und kein Zeichen von Schaden. Wichtig ist, dass sie danach wieder nachlassen.
  • Viel Bewegung, wenig Belastung: lieber öfter am Tag kurz bewegen als lange sitzen.
  • Ist das Knie warm und geschwollen, lieber pausieren und das in der Gruppe sagen.

Wann ärztlich abklären?

Wenn Schmerzen neu sind, stärker werden oder auch in Ruhe bleiben, wenn das Knie dick, warm oder gerötet ist, oder wenn es nach einem Sturz nicht mehr trägt. Mit künstlichem Kniegelenk gelten die Vorgaben aus Klinik und Praxis.

Zum Mitmachen

Übungen aus dem Rehasport für zu Hause, mit Bild und Anleitung. Nur Übungen machen, die in der Gruppe schon gelernt wurden.

Mehr erfahren

Grundlage: Ausbildung und Fortbildung im Rehasport, aktuelle Leitlinien und Empfehlungen von Fachgesellschaften, in eigenen Worten zusammengefasst. Stand: Oktober 2026.

Häufige Beschwerdebilder

Allgemeine Informationen, ersetzen keine ärztliche Beratung. Wir sind Trainerinnen und Trainer, keine Ärztinnen und Ärzte: Untersuchung, Diagnose und Behandlung gehören in ärztliche Hände.

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